
Radio und Fernsehen werden digital
Materialien und Informationen zur Fernsehsendung vom 09. Januar 2004 beim OK-Bremen.
Total Digital, die 2. Ausgabe, kommt am 16. April 2004, von 19:00 bis 21:00 Uhr beim OK Bremen und zeitgleich beim OK Bremerhaven. (Vorschau)
(c) Roland Klose & Hajo Kreienhop
ACHTUNG! AKTUALISIERUNGEN BEFINDEN SICH AUF DER SEITE FÜR DIE 2. AUSGABE

So oder ähnlich wird es in diesem Jahr auf den Bildschirmen derjenigen aussehen, die per Antenne Fernsehen schauen. Ab dem 24. Mai geht das DigitalFernsehen in Bremen offiziell an den Start. Wer dabei sein möchte, hat im Bremer Stadtgebiet bereits jetzt die Möglichkeit einige Programme zu sehen. Auf Kanal 23 werden die Programme der ARD (Hannover), des ZDF und vom NDR-Fernsehen übertragen. Bremen gehörte seit 1998 zu den Pilotgebieten von DVB-T. So konnte man während der letzten Sail in Bremerhaven sogar das Programm vom OK-Bremen per DVB-T empfangen. Und zwar entlang der A27 von Bremerhaven über Bremen und die A7 und A2 über Hannover bis Braunschweig. Nur gab es damals noch keine Empfänger zu kaufen.
Mittlerweile gibt es Empfänger und so zeigen wir Ihnen wie das digitale Fernsehen aussieht. Und zwar sowohl über die Antenne, wie auch über das Kabel. Denn auch im Kabel gibt es viele zusätzliche Fernsehprogramme. In Bremen sind es 72 Programme, die digital im Kabel zu empfangen sind. Eine Liste, der in Bremen eingespeisten Programme, gibt es auf der Internetseite der Bremischen Landesmedienanstalt.
Und das auch das Kabel zukünftig digitaler wird zeigt sich im Moment in Bayern. Dort werden die analogen Kanäle reduziert zu Gunsten der Digitalen. Und auch der Verband der Kabelnetzbetreiber will die Netze digitalisieren. Dort wird argumentiert, das eine Vielfalt von über 500 Programmen und Mediendiensten im Kabel möglich sind, was bei einer digitalen Verbreitung über die Antenne nicht möglich ist.
Und 500 Kanäle sind im Vergleich zum digitalen Satellitenfernsehen natürlich nichts. Aber nicht jeder kann, will, und darf eine Schüssel aufstellen oder sich per Extragebühr ein Kabel ins Haus legen lassen. Aber Alle benötigen für den Empfang Digitalempfänger. Entweder als Set-Top-Box für jeden Fernseher bzw. Videorekorder, oder evtl. fertig eingebaut. Mit Kabelboxen kann man übrigens DVB-T nicht empfangen. Man benötigt dazu eigenständige Boxen. Und wenn man die dann hat, kann es so etwa losgehen:

ACHTUNG KABELZUSCHAUER
laut der Zeitschrift Digitalfernsehen (3/2004) sollen die Digitalkanäle im Kabelfernsehen eine Grundverschlüsselung bekommen. Wer sich jetzt also eine sogenannte Free-To-Air Digital-Kabelbox kauft, könnte damit zukünftig Elektroschrott haben. Die Grundverschlüsselung soll in Nagravision realisiert werden. Wer eine Kabel-dBox hat, wird auch zukünftig nicht im dunkeln sitzen. Also vor dem Kauf beim Händler nachfragen.
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Eine Broschüre zum Thema DVB-T gibt es hier. Zum Lesen benötigen sie den Acrobat Reader von Adobe.
Wer jetzt schon auf Kanal 23 dabei sein möchte sollte schon im Kerngebiet rund um den Fernsehturm Walle wohnen. Mit erhöhtem Antennenaufwand ist der Empfang auch in Bremen Nord und Lilienthal möglich. Als Richtschnur kann gelten: Wer die Programme der Privatsender über den Sender Walle absolut störungsfrei empfangen kann, hat gute Chancen, das er auch jetzt schon Digitalfernsehen schauen kann. Ansonsten heißt es abwarten bis zum Mai.
Hier im Bereich Bremen und umzu wird ab Mai folgendes Gebiet zuerst verorgt werden:

In diesem frühen Plan vom April 2003 ist das Gebiet Oldenburg noch nicht berücksichtigt. Da aber auch von Steinkimmen aus gesendet wird, ist auch dort ab Mai Digitalempfang möglich.
Darüber hinaus wird es auch in anderen Gebieten DigitalFernsehen geben, da bis 2010 alle analogen Sender abgeschaltet werden sollen. Für den Norden sehen die jetzigen Plaungen so aus:

Das DVB-System ist auch in der Lage Hörfunkprogramme zu übertragen. Im Gegensatz zur Niederlande, wo das bereits gemacht wird, sind solche Planungen in Deutschland nicht vorgesehen, obwohl während der Pilotphase auch hier bereits Hörfunkprogramme übertragen wurden. Der mobile Empfang von DVB-T soll nicht stabil sein, was sich seltsamerweise aber nicht mit den Aussagen deckt, dass es für DVB-T zukünftig kleine tragbare TV-Geräte geben soll. Wir werden sehen, wie die Entwicklung weiter geht. Sehr viel weiter ist der Süden Deutschlands beim digitalen Hörfunk. Digital Audio Broadcast, kurz DAB, läuft dort schon seit einigen Jahren. Jetzt kann man auch im Norden DAB empfangen. Seit Mitte Dezember sendet der Sender Steinkimmen auf Kanal 12A 6 Programme vom NDR und Deutschlandradio, sowie einen Klassikkanal. Bis zum Jahr 2005 soll der gesamte Norden versorgt werden. Ob es wirklich dazu kommt, wird die Zeit zeigen.

Um gleichzeitig mehrere Programme auf den Sender zu bekommen benötigt man einen Multiplexer. Die folgende Grafik zeigt, wie das in Niedersachsen gemacht wird. Radio Bremen ist übrigens in diesem Programmpaket nicht enthalten.

Nähere Informationen dazu gibt es beim Digitalradio Nord.
Und nicht nur UKW macht mobil. Von der Langen-, über die Mittel- zur Kurzwelle ist einiges in Bewegung. Die Akzeptanz des jetzigen sogenannten AM-Rundfunks ist sehr gering bei den Hörern. Man ist von UKW eben Besseres gewohnt. Und so wird der AM Bereich jetzt auch Digital. Was sich da so tut, kann bei der 'Zugabe' am Ende dieser Seite unter DRM, Digital Radio Mondiale, also weltweites Digitalradio, abgerufen werden. Dort gibt es dann auch Vorschläge aus einem normalen Radio mit Hilfe von etwas Hardware und Software einen DRM-Empfänger zusammen zu bauen. Aber Vorsicht: Das ist schon mehr etwas für Freaks und nicht ganz einfach. Und so sieht das dann aus:

Zugabe:
Bezugsquelle für DVB und DRM Empfänger:
Thiecom, Versand, Laden: Bremen-Nord (DVB, DAB, DRM)
Conrad, Versand, Laden: Bremen City (DVB)
Reichelt, Versand, Sande (DVB)
Dokumente (rechte Maustaste: speichern unter.... bzw. öffnen mit)
PDF: DVB-T Grundlagen (NLM)
PDF: Projektplan vom 20.10.03 (NLM)
PDF: Projektplan vom 30.01.04 (NLM)
PDF: Sendeleistungen (NLM)
PDF: Vereinbarung zum Umstieg (NLM/Brema)
Informationen im Internet:
Bremische Landesmedienanstalt
Niedersächsische Landesmedienanstalt
DVB-T: DVB-T Nord
DVB-T: Das Überall-TV
DAB: Digitalradio bundesweit
DAB: Digitalradio Nord
DAB: Pro DAB Forum und Informationen
DRM: Information über Sender/Empfänger usw.
DRM: ADDX (Beispiele etc.)
DRM: DRM Weltweit
DRM: DRM in Deutschland
Bürgerfunk in Bremen/Niedersachsen
Text: Roland Klose
Infos zur Sendung:
Sendetermin: 09.01.2004 20:00 Uhr, ca. 60 Minuten, Fernsehstudio OK-Bremen
Wiederholung: 10.01.2004 03:00 Uhr, 10.01.2004 13:00 Uhr, 22.01.2004 20:00 Uhr, 23.01.2004 03:00/13:00 Uhr, Wochenende 31.01.-02.02.
weitere Termine:
Oldenburg, O-Eins: 09.02.2004 20:30 Uhr
Rostock, ROK: 02.02.2004/07.02.2004 (? genauer Termin unbekannt)
Hannover, H1: ?
Wolfsburg, OKTV: ?
Berlin, OKB: ?
Falls Jemand zu den fehlenden Terminen Informationen hat, würde ich mich über eine kurze Mail freuen. Bitte auch Infos, wenn die Sendung bereits lief.
Kontakt während der Live-Sendung:
Tel: 0421-350 xx xx
FAX: 0421-350 xx xx
ICQ: 265329555
AIM: rklfritzbox
Sendeverantwortung: Hajo Kreienhop
Moderation: Roland Klose & Hajo Kreienhop
Kommunikator: Michael Müller
Bildschnitt: Jörg Tappe
Ton: Jürgen Walkau
Technik: Michael Müller
Kamera: Thomas Grimsehl
Computer: Patrick Osterhorn
Aufnahmeleitung: Jörn Rehfeld
Redaktion: Roland Klose
Endbearbeitung für Noko und DVD: Michael Müller
Kontakt:
Hajo Kreienhop Tel: 0421-72676
Roland Klose FAX: 04433-918183
Änderungsdienst:
08.01.04: Seitenerstellung
16.01.04: Bezugsquellen hinzugefügt
16.01.04: Wiederholungstermin ergänzt
22.01.04: Wiederholungstermin ergänzt
02.02.04: Wiederholungen ergänzt (danke O-Eins)/Hinweis für Kabelzuschauer
09.02.04: Sendetermin 2. Ausgabe ergänzt
08.03.04: Bürgerfunk in Bremen/Niedersachsen hinzugefügt
08.03.04: aktuellen Projektplan hinzugefügt